Wie wird die Trittschallminderung bei Vinylböden gemessen und angegeben?
Die Trittschallminderung bei Bodenbelägen, einschließlich Vinylböden, wird nach standardisierten Normen gemessen und in Dezibel (dB) angegeben. Dies ermöglicht einen Vergleich zwischen verschiedenen Produkten und Herstellern.Messnorm: Die gängigste Methode zur Messung der Trittschallverbesserung ist die Prüfung nach DIN EN ISO 10140-3. Bei dieser Prüfung wird ein Prüfstand mit einem standardisierten Untergrund und einem genormten Prüfgeräusch (ein „Klopfkopf“) verwendet. Die Schallpegel werden sowohl mit als auch ohne den zu prüfenden Bodenbelag (inklusive eventueller Dämmunterlage) gemessen.Berechnung: Die Trittschallverbesserungsmaß (ΔLw) ist die Differenz zwischen dem gemessenen Schallpegel auf dem ungedämmten und dem gedämmten Prüfstand. Ein höherer Wert für ΔLw bedeutet eine bessere Trittschalldämmung. Übliche Werte für Vinylböden, insbesondere mit guter Unterlage, liegen im Bereich von 18 bis 22 dB.Angabe durch Hersteller: Die Hersteller von Vinylböden geben diese Werte in ihren technischen Datenblättern an. Es ist wichtig, nicht nur den Wert des Vinylbodens selbst, sondern auch den der kombinierten Trittschalldämmunterlage zu berücksichtigen, falls diese separat erworben wird. Manche Hersteller bieten auch Gesamtsysteme an, bei denen die kombinierte Leistung ausgewiesen ist.Wichtiger Hinweis: Die angegebenen Werte beziehen sich auf die Trittschallverbesserung. Der absolute Trittschallpegel, der im Raum ankommt, hängt auch vom Untergrund, der Deckenkonstruktion und anderen Faktoren ab. Dennoch ist der Wert der Trittschallverbesserung ein guter Indikator für die Leistungsfähigkeit des Bodensystems in Bezug auf die Geräuschdämpfung.

